Heilpraktikerin mit Schwerpunkt Osteopathie
und Kinderosteopathie, Physiotherapeutin

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche medizinische Behandlungsmethode, eine Wissenschaft, eine Kunst.

Als Therapeutin fühle, denke und behandle ich mit meinen Händen. Jeden Tag bin ich aufs Neue begeistert von den Möglichkeiten und Erfolgen, die ich mit meinem Wissen und den Techniken bei der Patientenbehandlung habe. Für mich ist mein Beruf Berufung und Geschenk zugleich. Ich arbeite mit viel Liebe und Freude am Patienten. Kompetenz und ständige Weiterbildung sind für mich selbstverständlich genauso wie die Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen.

Sie – als Mensch und Patient – sind mir wichtig! Sie sollen sich wohlfühlen und mit mir Schritt für Schritt unterwegs sein in Richtung Gesundheit – individuell und nachhaltig.

Vitae

  • 2018-2019 Osteopathiefachausbildung für Kinder und Säuglinge
  • seit 2017 Mitarbeit in einem Hilfsprojekt in Uganda/ Afrika
  • 2013 - 2017 Studium an der privaten Osteopathieschule am Chiemsee in Traunstein mit wissenschaftlicher Abschlussarbeit zum Thema Tinnitus
  • 2014 - 2015 Seelsorgeausbildung
  • 2013 Überprüfung und Erlaubnis zur Ausübung der Heilpraktikertätigkeit durch das Staatliche Gesundheitsamt München
  • 2010 - 2012 Ausbildung Manuelle Therapie (Maitland-Konzept)
  • seit 2007 selbständig in eigener Praxis in Bruckmühl
  • 2005 - 2007 Ausbildung in Kraniosakraltherapie
  • 1987 – 2006 Neurologische Rehaklinik Loipl in Berchtesgaden, Praxis Kallies Bruckmühl, Neurologische Klinik Bad Aibling
  • 1989 Ausbildung nach dem Bobathkonzept
  • 1986 Examen als Physiotherapeutin an der Berufsfachschule in Bayreuth

Uganda

Seit meinem Urlaubseinsatz im Oktober 2017 unterstütze ich den Aufbau der Physiotherapieabteilung im Orthopedic Workshop der Hilfsorganisation PRO Uganda in Afrika: Erfahrungen sammeln, Patienten behandeln, Kontakte zu ugandischen Therapeuten knüpfen, Wissen weitergeben – das sind meine Aufgaben.

PRO Uganda ist ein deutsches Hilfsprojekt um den Vorsitzenden Karsten Schulz aus Usingen/Hessen. Durch dessen Einsatz entstand eine Orthopädiewerkstatt in der Nähe der Hauptstadt Kampala in Uganda, die im Oktober 2017 eingeweiht wurde und von einem deutschen Orthopädiemechaniker geleitet wird. Dort können bedürftige afrikanische Patienten eine Prothese, Unterarmgehstützen oder einen Rollstuhl bekommen. Jetzt schon werden einheimische Mitarbeiter ausgebildet. In Planung ist ein Patientengebäude und ein Mitarbeitergebäude. Mein Wunsch und mein Ziel ist es, dass dort ein ugandischer Therapeut/in die physiotherapeutische Versorgung übernimmt, zusammen mit der Gehschule für die Patienten. Hilfe zur Selbsthilfe – das ist das Motto der Mitarbeiter von PRO Uganda. Alle leisten ihre Arbeit ehrenamtlich und fliegen auf eigene Kosten. Die Belohnung und das Schönste ist die Freude und die Dankbarkeit der Patienten über „ein neues aktives Leben in Augenhöhe“.

Begegnungen in Uganda

Ich erinnere mich an das Gespräch mit Prettys Vater. Er ist Fischer an einem See und Vater mehrerer Kinder. Seine Tochter Pretty wurde mit nur einem Bein geboren. Der rechte Unterschenkel und der rechte Fuß fehlten einfach. Stützen konnte er sich für „sein kleines Mädchen“ gerade noch leisten, aber eine Prothese ist für die Familie unerschwinglich. Er hörte von der Hilfsorganisation PRO Uganda und reiste mit seiner Tochter quer durch das ganze Land. Eigentlich konnte er gar nicht glauben, dass seine Tochter kostenlos eine Prothese bekommen würde, aber er versuchte es trotzdem … Heute läuft und hüpft Pretty mit ihrer Prothese fröhlich durch die Gegend, hat ihre Hände zur freien Verfügung und unterscheidet sich nur wenig von den anderen Kindern.

Robert, ein zwölfjähriger Junge, kam auf seinen Knien in die Werkstatt. Ihm fehlen beide Unterschenkel und Füße. Er erzählte mir, dass er Taxifahrer werden möchte. „Oh, dachte ich, das wird aber schwierig.“ Im Frühjahr 2018 bekam Robert seine beiden Prothesen. Damit ist er seinem Traum etwas näher gekommen. Im Sommereinsatz kann ich ihn nur an einem einzigen Tag behandeln. Er ist eines von 9 Kindern und wohnt 3 Autostunden entfernt. Wir trainieren mit einem Fußball die Standbeinphase zum Erlernen des Gehens … Unmögliches wird möglich … ein berührender und bewegender Moment für alle, die daran teilhaben durften. Am Ende des Tages kann Robert einige Schritte frei gehen und wird mit zwei Stützen entlassen. Robert hat noch so viel Potenzial. Er kann mit Sicherheit das freie Gehen erlernen. Schade, dass das Patientengebäude für einen stationären Aufenthalt noch nicht fertig ist …

Herzlich willkommen in Uganda!
Meine kleine Oase – auf dem Hotelgelände von Vision-for-Africa.
Spielende Kinder auf dem Waisenhausgelände von Vision-for-Afrika.
Neben überfüllten Taxibussen ist das Boda-Boda das Beförderungsmittel in Uganda. In der Hauptstadt Kampala ebenso wie auf dem Land.
Sonnenaufgang über dem Nil.
Murchinson Nationalpark – endlose Weite mit unzähligen Tieren.
Die seltenen Rothschild-Giraffen.
Der Nilfall im Murchinson Nationalpark.
Auf dem Prayer Mountain über dem Viktoriasee – ein Ort des Gebetes, der Stille und Erholung.
Einweihungsfeier der Orthopädiewerkstatt im Oktober 2017.
Ugandische Mechaniker zeigen großes Interesse an unserem Wissen und wünschen sich eine Zusammenarbeit mit Karsten Schulz und seinem Team.
Prothesenversorgung in Uganda.
Hilfsmittel in Uganda.
Ugander warten geduldig in der Hoffnung auf die Versorgung mit einer Prothese.
Vier Jahre ist der Verkehrsunfall der Patientin her. Seitdem verbringt sie ihr Leben ohne Stützen und ohne Rollstuhl krabbelnd auf dem Boden.
Ein hilfsbereiter Afrikaner übersetzt von der Landessprache Luganda ins Englische. Bei der Aufnahme testen wir, ob die Patientin stehen kann, damit die effiziente Prothesenversorgung gelingt.
Für die Ugander ist die Hilfe aus Deutschland nicht selbstverständlich. Der Mann bedankte sich im Namen seiner Mutter mit Bananen.
Karsten Schulz und mir liegt die Versorgung von Kindern ganz besonders am Herzen.
Prettys Stumpf wird abgeformt. Ann, eine Uganderin, wird in der Werkstatt ausgebildet von Aaron Bremer, dem deutschen Werkstattleiter.
Pretty mit ihrer neuen Prothese. Sie konnte schon nach kurzer Zeit ohne Stützen gehen … fast wie ein Wunder für Vater und Tochter.
Robert „geht“ auf seinen Stümpfen. Er möchte gerne Taxifahrer werden.
Endlich auf Augenhöhe mit seinen gleichaltrigen Freunden.
Sommereinsatz 2018: Training mit einem Fußball … Unmögliches wird möglich … ein sehr bewegender und emotionaler Augenblick für alle, die ihn miterleben durften.
Stella wird im Physiotherapieraum der Werkstatt behandelt.
Eine Freundschaft ist entstanden.
Stellas Prothese muss nach der Schwangerschaft neu angepasst werden.
Ralph Bethmann, Berufschullehrer aus Dortmund, baute Stella einen neuen Prothesenschaft … es ist gelungen … ein tolles Teil.
Die Freude ist groß! Stella steht auf zwei Beinen – ohne Krücken – und kann ihre Tochter Anna endlich auf den Arm nehmen und ein paar Schritte mit ihr gehen.
Es ist schön zu sehen, wie selbstverständlich Stella ihre Prothese bei der Arbeit nutzt.
Freude und Dankbarkeit bei Moses, einem Familienvater, der mehrere Jahre auf eine Prothese gewartet und gehofft hat. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt …
Besichtigung des Physiotherapieraums in einem ugandischen Kinderrehazentrum.
Miriam, die einzige Physiotherapeutin des Kinderrehazentrums – jung, aufgeschlossen und sehr motiviert.
Ein herzliches Danke für Ihr Interesse! Weitere Informationen und Videoclips finden Sie unter
www.prouganda.de

Stella, eine 25jährige junge Frau, könnte meine Tochter sein. Sie fiel als Kind ins Feuer als sie den Streit ihrer Eltern schlichten wollte. Seitdem hüpfte sie mit einer Holzstange durch die Gegend oder krabbelte am Boden. Stella bekam vor vier Jahren die erste Prothese, die Karsten Schulz in Uganda fertigte. Ich lernte sie mit ihrer Tochter Anna bei der Einweihungsfeier der Prothesenwerkstatt kennen. Ich behandelte sie und konnte ihr das Schwimmen beibringen. Wir hatten viel Spaß zusammen. Heute arbeitet sie in ihrem eigenen kleinen Friseursalon und kann sich den Lebensunterhalt für sich und ihre Tochter selbst verdienen. Geplant ist, 2018 ihre Prothese zu verbessern und sie wird mein Modell sein für die physiotherapeutische Weiterbildung der Mitarbeiter in der Werkstatt. Ergänzung: Im Sommereinsatz 2018, ein Jahr nach ihrer Schwangerschaft  bekommt Stella einen neuen Prothesenschaft und Gangtraining. Danach durfte ich sie nach Hause begleiten, ihre wunderschöne Heimat am Mount Aalgon an den Sipi-Falls kennenlernen und sehen wie selbstverständlich Stella ihre Prothese bei der Arbeit nutzt. Die junge Frau strahlt und blüht in ihrem „neuen“ Leben … Welch eine Freude!

Dieses Hilfsprojekt und die Zeit in Uganda sind für mich etwas ganz Besonderes neben meiner Arbeit in Deutschland. „Ich segne dich! Du sollst ein Segen sein!“ Das wurde mir vor langer Zeit zugesprochen. So fühle ich mich jetzt: gesegnet, reich beschenkt, dankbar und bereit, ein Segen zu sein … für alle Menschen, die meine Hilfe benötigen in Deutschland oder Afrika.